Patentanwaltskanzlei

Dr. Ernst-Peter Heilein

  • Intellectual Property
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Propriété Intellectuelle

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Domain-Namen

Das Internet ist ein weltweites Datennetzwerk, das dezentral aufgebaut ist und die Datenübermittlung von jedem beliebigen an das Netz angeschlossenen Rechner an jeden beliebigen anderen Rechner mit Netzwerkzugang ermöglicht. Um dies zu gewährleisten, muss jedem angeschlossenen Rechner eine eindeutige "Adresse" zugeordnet werden. Hierbei hat sich eingebürgert, bestimmte Buchstabenkürzel, die nochmals in Abschnitte unterteilt sind, sog. Domains und Subdomains, zu verwenden. So gibt es für den deutschen Nutzungsbereich die Domain "de". Diese Domains bezeichnet man auch als "Top-Level-Domains". Links neben der Top-Level-Domain befindet sich, durch einen Punkt von ihr getrennt, der eigentliche Namensbestandteil des Domain-Namens. Dieser kann vom Teilnehmer, soweit noch nicht vergeben, frei gewählt werden.

Die Verwaltung und Vergabe der Domain "de" erfolgt über das Deutsche Network Informations Center in Karlsruhe, kurz DENIC genannt. Die DENIC überprüft bei der Vergabe der Domain-Namen nur, ob die gewünschte Adresse bereits vergeben ist. Andernfalls wird die gewünschte Adresse ohne weitere Prüfung zugeteilt. Dies bedeutet dann, dass die Adresse im Bereich, in dem die DENIC arbeitet, nicht mehr anderweitig vergeben werden kann. Weil zudem - anders als im Markenrecht, welches auf eine Klassifizierung zurückgreift - im Internet jede Adresse (d.h. Domain-Name) unter einer Top-Level-Domain genau nur einmal vergeben werden kann, entscheiden häufig andere Rechtspositionen (insbesondere älterer Namens-, Unternehmenskennzeichen- und/oder Markenrechte) darüber, wem die Rechte auch am Domain-Namen zustehen.